Gewürze sind Lebensmittelzusatzstoffe pflanzlichen Ursprungs. Es handelt sich im Wesentlichen um verschiedene Pflanzenteile, Stängel, Blütenstände, Knospen, Wurzeln, Samen, Früchte sowie deren Teile (Rinde, Perikarp, Haut). Die geruchs- und geschmacksgebende Wirkung von Gewürzen ist auf den natürlichen Gehalt an Geschmacks- und Aromastoffen zurückzuführen. Diese sind meist im sogenannten etherischen Öl zu finden.
Sie haben bereits seit lange Bedeutsamkeit in der ganzen Welt. In neolitischen Höhlen und Gräbern wurden Nachweise für die Verwendung von Würzen und Kräutern entdeckt. Zudem wurde auch schon Handel betrieben, da viele der damaligen Gewürze weit weg von ihren natürlichen Anbaugebieten gefunden wurden.
Die ersten asiatischen Gewürzpflanzen erreichten Europa während der Bronzezeit über die Seidenstraße, später auch über Seewege.
Mit den Kreuzzügen wurden Gewürze zu einem Luxusgut, welches der oberen Schicht vorbehalten war. Die Preise stiegen immer weiter, sodass im 15. Jahrhundert die Gewürzpreise um ein Vielfaches wuchen. Neue Handelsrouten sollten die Einfuhr vereinfachen, Preise verringern und die Marktmacht der Händler umgehen. Es begann das Zeitalter der Entdecker und die Blütezeit des europäischen Gewürzhandels.
Mit Vasco da Gamas Entdeckung des Seewegs nach Indien, begann der Konkurrenzkampf um Gewürze, Geld und Macht. Durch diese Entdeckung wurde Portugal zur Weltmacht.
Auch Fernando Magellan zog in die Welt, um eine geeignete Route zu den indischen Gewürzinseln zu finden. Dort angekommen, zeigte er sich beeindruckt von der Wirkung der vielfältigen, aromatischen und exotischen Gewürze.
Seit dem 19. Jahrhundert sind Gewürze für alle Menschen Europas bezahlbar. Es ist zu einer Ware der breiten Masse geworden. Heute werden Gewürze täglich in privaten Haushalten verwendet: Rosmarin für die Kartoffeln, Pfeffer für das Steak, Safran für die Reispfanne, Zimt für das Weihnachtsgebäck oder Kümmel für das Brot. Wir alle nutzen Gewürze beim Backen und Kochen.
Bei vielen Verbrauchern wächst das Interesse an einem gesunden Lebensstil, bewusster Ernährung und Slow Food. Mit diesem Trend steigt auch das Engagement selbst zu kochen und zu backen. Dies soll nicht nur gesund, sondern auch schmackhaft sein. Hier steigt der Bedarf an aromatischen und abwechslungsreichen Gewürzen.
Zwischen den Jahren 2013 und 2017 hat es in Europa einen durchschnittliches jährliches Wachstum von 6,60 % der Gewürzimporte ergeben. Der Markt wird auch in Zukunft weiter expandieren. Bis 2025 wird der europäische Gewürzmarkt voraussichtlich ein Marktvolumen von 8,45 Milliarden USD haben. Im Prognosezeitraum zwischen 2020 und 2025 wird ein jährliches Wachstum von 4,33% erwartet. (Marktbericht für Gewürze und Gewürze in Europa | Größe, Anteil, Wachstum & Trends (2022-27) (mordorintelligence.com).
Nicht nur der Verbrauch und der Umsatz steigt, auch die Produktpalette wir immer größer. Während man vor einigen Jahren nur einzelne Gewürze in den regalen finden konnte, stehen nun auch immer mehr Gewürzmischungen. Durch die einfache Handhabung erleichtern sie dem Verbraucher die Herstellung leckerer Nahrungsmittel.
Auch wenn Nahrungsmittel nicht selbst hergestellt werden, sind sie in nahezu jedem Lebensmittel Fertigprodukt enthalten. Ebenso findet man in der beliebten Tiefkühlpizza Oregano oder Petersilie in der Instantsuppe.
All diese Gewürze erfordern höchste Qualitätsansprüche, um beim Verbraucher bestehen zu können. Ein entscheidender Produktionsschritt ist hier die ideale Vermischung der Gewürze.